Elisabeth
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+*+*+*+*PSALMEN+*+*+*+*
Psalm 58
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Wer das Recht bricht, wird selbst zerbrochen1 Ein Lied Davids nach der Melodie «Richte nicht zugrunde». 2 Ihr Mächtigen, trefft ihr wirklich gerechte Entscheidungen? Gilt noch gleiches Recht für alle, wenn ihr eure Urteile fällt? 3 Nein! Schon eure Gedanken sind von Ungerechtigkeit verseucht, mit Willkür und Gewalt versklavt ihr das Land. 4 Diese Rechtsbrecher sind von Geburt an verlogen und verdorben. 5 Sie sind giftig wie Schlangen. Doch wenn es darauf ankommt, sich etwas sagen zu lassen, dann stellen sie sich taub 6 wie eine Schlange, bei der jede Kunst des Beschwörers versagt. 7 O Gott, schlage ihnen die Zähne ein! Brich diesen Löwen das Gebiß aus, Herr! 8 Laß diese Mächtigen verschwinden wie Wasser, das im Boden versickert! Wenn sie ihre Waffen einsetzen wollen, schlage sie ihnen aus der Hand! 9 Laß sie eingehen wie Schnecken in sengender Hitze! Wie eine Fehlgeburt sollen sie das Licht der Sonne nicht sehen! 10 Weg mit ihnen! Noch bevor sie ihre hinterhältigen Pläne verwirklichen, soll der Herr sie davonjagen. 11 Gott wird mit ihnen abrechnen! Wer ihm die Treue hält, wird sich darüber freuen und im Blut der Rechtsbrecher waten. 12 Dann werden die Menschen bekennen: Wer Gott gehorcht, wird doch belohnt; es gibt tatsächlich einen Gott, der auf dieser Erde dem Recht zum Sieg verhilft!
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Psalmen 57
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Ich bin geborgen1 Ein Lied Davids, nach der Melodie «Richte nicht zugrunde». Es stammt aus der Zeit, als er sich auf der Flucht vor Saul in der Höhle aufhielt. 2 Erbarme dich über mich, o Gott, erbarme dich! Bei dir suche ich Zuflucht, bei dir bin ich geborgen wie ein Küken, das sich unter die Flügel seiner Mutter flüchtet, bis das Unwetter vorbeigezogen ist. 3 Zu Gott, dem Höchsten, schreie ich; zu ihm, der meine Not wendet und alles zu einem guten Ende führt. 4 Vom Himmel her wird er mir seine Hilfe schicken und mich retten vor denen, die mir nachstellen und mich gehässig verleumden. Ja, Gott wird zu mir halten, er ist treu. 5 Ich bin von Feinden umzingelt, wie Löwen lechzen sie nach Blut. Ihre Zähne sind spitz wie Speere und Pfeile, ihre Zungen sind scharf wie geschliffene Schwerter. 6 Gott, zeige deine Größe, die den Himmel überragt; erweise deine Macht und Herrlichkeit auf der ganzen Welt! 7 Die Feinde hatten mir Fallen gestellt, ich war völlig verzweifelt. Mir hatten sie eine Grube gegraben, doch nun sind sie selbst hineingestürzt! 8 Gott, jetzt habe ich neuen Mut gefaßt, voller Vertrauen blicke ich in die Zukunft. Darum will ich singen und dir danken, Herr. 9 Fasse neuen Mut, mein Herz! Wach auf! Harfe und Zither, wacht auf! Ich will den neuen Tag mit meinem Lied begrüßen. 10 Herr, ich will dir danken vor den Völkern, vor allen Menschen will ich dir singen. 11 Groß ist deine Güte! Sie reicht bis an den Himmel! Und wohin die Wolken auch ziehen: überall ist deine Treue! 12 Gott, zeige deine Größe, die den Himmel überragt; erweise deine Macht und Herrlichkeit auf der ganzen Welt!
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Psalm 56
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Besiegte Angst1 Ein Lied Davids, nach der Melodie «Die Taube verstummt in der Fremde». Es stammt aus der Zeit, als die Philister ihn in Gat festgenommen hatten. 2 Gott, hab Erbarmen mit mir, denn man will mich zur Strecke bringen! Die Feinde verfolgen mich den ganzen Tag und bedrängen mich hart. 3 Unaufhörlich greifen sie mich an, viele bekämpfen mich in ihrem Hochmut. 4 Doch gerade dann, wenn ich Angst habe, will ich mich dir anvertrauen. 5 Ich lobe Gott für das, was er versprochen hat; ihm vertraue ich und fürchte mich nicht. Was kann mir ein Mensch jetzt noch Böses tun? 6 Unablässig verdrehen sie, was ich sage, und überlegen, wie sie mir schaden können. 7 Überall muß ich mit einem Hinterhalt rechnen. Sie beschatten mich und warten nur darauf, mich umzubringen. 8 Gott, wirf diese Leute in deinem Zorn nieder! Sollten sie bei so viel Bosheit ungeschoren davonkommen? 9 Du siehst doch, wie lange ich schon umherirre! Jede Träne hast du gezählt, ja, alle sind in deinem Buch festgehalten. 10 Sobald ich dich um Hilfe bitte, werden meine Feinde kleinlaut den Rückzug antreten. Denn das weiß ich: du, Gott, bist auf meiner Seite! 11 Ich lobe Gott für das, was er versprochen hat, ja, ich lobe die Zusage des Herrn. 12 Ihm vertraue ich und fürchte mich nicht. Was kann mir ein Mensch jetzt noch Böses tun? 13 Herr, was ich dir versprochen habe, will ich jetzt einlösen und dir aus Dank Opfer bringen. 14 Denn du hast mich vor dem Tod gerettet, vor dem Sturz in die Tiefe hast du mich bewahrt. Ich darf weiterleben - in deiner Nähe. Du hast mir das Leben neu geschenkt.
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Psalm 55
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Vom besten Freund verraten1 Von David, zum Nachdenken. Mit Saiteninstrumenten zu begleiten. 2 Beachte mein Gebet, o Gott, und wende dich nicht ab von meinem Flehen! 3 Höre doch und gib mir Antwort! Meine Sorgen lassen mir keine Ruhe mehr. Stöhnend irre ich umher 4 und höre, wie die Feinde mich anpöbeln. Sie bedrängen mich und wollen mir schaden, voller Haß feinden sie mich an. 5 Mein Herz krampft sich zusammen, Todesangst überfällt mich. 6 Furcht und Zittern haben mich erfaßt, und vor Schreck bin ich wie gelähmt. 7 Ach, hätte ich doch Flügel wie eine Taube, dann würde ich an einen sicheren Ort fliegen! 8 Weit weg würde ich fliehen - bis in die Wüste. 9 Schnell fände ich eine Zuflucht vor dem Unwetter und dem wütenden Sturm. 10 Herr, verwirre die Sprache meiner Feinde, damit sie sich nicht mehr verständigen können! In der Stadt habe ich gesehen, daß Streit und rohe Gewalt überhand nehmen. 11 Tag und Nacht machen sie die Runde auf den Mauern. Die Stadt ist erfüllt von Unrecht und Verderben. 12 In ihren Straßen herrschen Erpressung und Betrug, und das Verbrechen scheint kein Ende zu nehmen. 13 Wäre es mein Feind, der mich verhöhnt, dann könnte ich es noch ertragen. Würde mein erbitterter Gegner sich über mich erheben, wüßte ich ihm aus dem Weg zu gehen. 14 Aber du bist es, mein Vertrauter, mein bester und engster Freund! 15 Wie schön war es, als wir noch unsere Gedanken austauschen konnten, während wir mit den anderen Pilgern auf dem Weg zum Tempel waren! 16 Ohne Vorwarnung hole der Tod meine Feinde! Mitten aus dem Leben sollen sie gerissen werden, denn die Bosheit herrscht in ihren Herzen und Häusern. 17 Doch ich schreie zu Gott, und der Herr wird mir helfen. 18 Den ganzen Tag über klage und stöhne ich, bis er mich hört. 19 Er rettet mich und gibt mir Sicherheit vor den vielen Feinden, nichts können sie mir anhaben! 20 Gott, der seit Ewigkeiten herrscht, wird mich erhören. Er bleibt ihnen die Antwort nicht schuldig. Denn vor ihm haben sie keine Ehrfurcht, und ändern wollen sie sich auch nicht. 21 Ach, mein ehemaliger Freund hat alle seine Freunde verraten und seine Versprechen gebrochen! 22 Seine Worte sind honigsüß, aber im Herzen ist er voller Haß. Sein Gesicht ist freundlich, aber seine Worte verwunden wie Messerstiche. 23 Überlaß alle deine Sorgen dem Herrn! Er wird dich wieder aufrichten; niemals läßt er den scheitern, der treu zu ihm steht. 24 Solche Mörder und Betrüger aber wirst du, Gott, ins Grab stürzen; mitten aus dem Leben wirst du sie reißen. Ich aber vertraue dir, Herr!
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Psalm 53
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Es gibt keinen, der Gutes tut1 Von David, zum Nachdenken. 2 Menschen, die sich einreden: «Gott gibt es überhaupt nicht!», leben an der Wirklichkeit vorbei. Sie führen ein gottloses Leben, und alles, was sie tun, ist abscheulich. Es gibt keinen, der Gutes tut. 3 Gott schaut vom Himmel auf die Menschen. Er will sehen, ob es wenigstens einen gibt, der einsichtig ist und nach seinem Willen fragt. 4 Aber alle haben sich von ihm abgewandt und sind nun verdorben, einer wie der andere. Es gibt wirklich keinen, der Gutes tut, nicht einen einzigen! 5 Wissen denn diese Unheilstifter nicht, was sie tun? Sie verschlingen mein Volk wie ein Stück Brot und denken sich nichts dabei. Mit Gott rechnen sie überhaupt nicht mehr. 6 Aber schon bald werden sie in Angst und Schrecken fallen, wie sie es vorher noch nie erlebt haben. Denn Gott wird die Feinde seines Volkes vollkommen vernichten, und ihre Gebeine werden achtlos liegenbleiben. Gott hat sie verworfen und wird sie darum scheitern lassen. 7 Ach käme Gott doch vom Berg Zion, um sein Volk zu befreien! Israel wird jubeln vor Freude, wenn der Herr das Schicksal seines Volkes wendet.
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Psalm 52
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Das hast du nun davon!1 Von David, zum Nachdenken. 2 Dieses Lied stammt aus der Zeit, als der Edomiter Doëg zu Saul gekommen war und ihm verraten hatte: «David war bei Ahimelech!» 3 Warum läßt du dich als Held feiern und gibst mit deiner Bosheit an? Auch du bist nur von Gottes Güte abhängig! 4 Mit deinen Worten verletzt du andere wie mit einem scharfen Messer, du Lügner! 5 Du liebst das Böse mehr als das Gute, die Lüge mehr als die Wahrheit. 6 Du redest, um zu zerstören, und hast noch deinen Spaß daran, du Heuchler! 7 Darum wird Gott auch dich für immer zerstören: Er wird dich ergreifen und aus deinem Land verbannen; er wird dich aus dem Leben reißen, so wie man Unkraut ausreißt. 8 Alle, die Gott vertrauen, werden es sehen und erschrecken. Dann aber werden sie über dich lachen und sagen: 9 «Schaut ihn an! Statt bei Gott Schutz zu suchen, verließ er sich auf seinen großen Reichtum und glaubte, seine Bosheit mache ihn stark!» 10 Ich aber darf wachsen und gedeihen wie ein Ölbaum, der im Schutz des Tempels grünt. Für alle Zeiten weiß ich mich geborgen, weil Gott mir gnädig ist. 11 Herr, immer und ewig will ich dir danken für das, was du getan hast; vor allen, die dich lieben, will ich bezeugen, wie gut du bist! Auf dich vertraue ich!
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Psalm 51
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Herr, vergib mir!1 Ein Lied Davids. 2 Er schrieb es, nachdem der Prophet Nathan ihn wegen seines Ehebruchs mit Bathseba zurechtgewiesen hatte. 3 Du großer, barmherziger Gott, sei mir gnädig, hab Erbarmen mit mir! Lösche meine Vergehen aus! 4 Meine schwere Schuld - wasche sie ab und reinige mich von meiner Sünde! 5 Denn ich erkenne mein Unrecht, meine Schuld steht mir ständig vor Augen. 6 Gegen dich habe ich gesündigt - gegen dich allein! Was du als böse ansiehst, das habe ich getan. Darum bist du im Recht, wenn du mich verurteilst, dein Urteil wird sich als wahr erweisen. 7 Seit mein Leben im Leib meiner Mutter begann, liegt Schuld auf mir; von Geburt an bestimmt die Sünde mein Leben. 8 Du freust dich, wenn ein Mensch von Herzen aufrichtig und ehrlich ist; verhilf mir dazu und laß mich weise handeln! 9 Reinige mich von meiner Schuld, dann bin ich wirklich rein; wasche meine Sünde ab, und mein Gewissen ist wieder weiß wie Schnee! 10 Du hast mich hart bestraft; nun laß mich wieder Freude erfahren, damit ich befreit aufatmen kann! 11 Sieh nicht länger auf meine Schuld, vergib mir alle meine Sünden! 12 Erschaffe in mir ein reines Herz, o Gott; erneuere mich und gib mir Beständigkeit! 13 Stoße mich nicht von dir und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir! 14 Schenk mir Freude über deine Rettung und mach mich bereit, dir zu gehorchen! 15 Dann will ich den Gottlosen deine Wege zeigen, damit sie zu dir zurückfinden. 16 Herr, ich habe das Blut eines Menschen vergossen - befreie mich von dieser Schuld, Gott, mein Helfer! Dann werde ich deine Gnade preisen und jubeln vor Freude. 17 Herr, schenke mir die Worte, um deine Größe zu rühmen! 18 Du willst kein Schlachtopfer, sonst hätte ich es dir gebracht. Dir gefällt nicht, daß man Tiere schlachtet und für dich verbrennt, um von der Sünde freizukommen. 19 Ich bin zerknirscht und verzweifelt über meine schwere Schuld. Solch ein Opfer gefällt dir, du wirst es nicht ablehnen. 20 Zeige Zion deine Liebe und festige die Mauern Jerusalems! 21 Dann werden dir unsere Opfer wieder gefallen, durch die wir bekennen: «Du bist unser Herr!» Dann werden wir Stiere schlachten und auf dem Altar verbrennen.
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