Elisabeth
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Meditation zum Sonntags-Evangelium
Meditation zum Pfingstfest
Meditation zum Sonntagsevangelium
Meditation zum Pfingstfest

"Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab."
(Apg 2, 3+4)

In bildhafter Redeweise erzählt die Apostelgeschichte von der Pfingsterfahrung der Jünger Jesu: "Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten, und auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt." Das Element Feuer steht für die Wirkung des Hl. Geistes und illustriert die von ihm ausgehende verwandelnde göttliche Kraft. Aus den von Angst Gelähmten werden vom Geist Entflammte, unerschrockene Zeugen, die sich mit ihrer Botschaft von Jesus, dem Christus, an die Öffentlichkeit wagen. In der Kraft des Gottesgeistes hält Petrus eine flammende Rede, deren Worte in den Herzen der Menschen zündet. Der Geist Jesu Christi erweist sich in seiner verwandelnde Dynamik als lebendiges Feuer, nicht als kümmerliches Flämmchen. Er entzündet, er wärmt, was erkaltet ist, er bringt zum Glühen, macht Herzen brennen, setzt Lebensenergien frei, lässt den Funken überspringen und Menschen Feuer und Flamme sein. Pfingsten - Geist und Feuer wird dann zu meinem "Heute", wenn ich mich von dieser göttlichen Lebensflamme neu entzünden lasse.
Die Flamme
Ob du tanzen gehst in Tand und Plunder,
Ob dein Herz sich wund in Sorgen müht,
Täglich neu erfährst du doch das Wunder,
Dass des Lebens Flamme in dir glüht.
Mancher lässt sie lodern und verprassen,
Trunken im verzückten Augenblick,
Andre geben sorglich und gelassen
Kind und Enkeln weiter ihr Geschick.
Doch verloren sind nur dessen Tage,
Den sein Weg durch dumpfe Dämm’rung führt,
Der sich sättigt in des Tages Plage
Und des Lebens Flamme niemals spürt.
(Hermann Hesse)
"Komm, heiliger Geist! Erfülle die Herzen deiner Gläubigen, und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe!"
Domkapitular Dr. Axel Mehlmann
Leiter der Schulabteilung im Erzbischöflichen Ordinariat
Link: Das Pfingstereignis (Apg 2, 1-11)



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Meditation zum Sonntagsevangelium
Meditation zum Sonntagsevangelium
Meditation zum Sonntagsevangelium
"Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast."
(Joh 17,3+4)
Es ist schon beeindruckend, welches Echo die Wahl des neuen Papstes Benedikt XVI. in einer Welt hinterlässt, die viele bereits als säkularisiert, als verweltlicht abgeschrieben hatten. Und es wird beileibe nicht nur über den Papst gesprochen - viele Gespräche gehen weit tiefer, zu den Wurzeln unseres Glaubens. Und immer wieder taucht die eine Frage auf: Wie kann ich glauben lernen? Glauben - wie geht das? Und: Wie kann ich Gott erfahren?
Auch wenn das heutige Evangelium wegen seiner philosophischen Sprache als schwierig gilt, so kann es uns doch helfen, dem Wesen des Glaubens auf die Spur zu kommen: Jesus betet. Nach den langen Ausführungen seiner Abschiedsrede erhebt er seine Augen zum Himmel und spricht mit seinem Vater. Er bittet Ihn ihn zu verherrlichen, damit er Ihn verherrliche - und da setzen schon unsere Verständnisschwierigkeiten an. Wir stellen uns darunter wohl vieles vor und kapitulieren doch.
Die Herrlichkeit Gottes, das ist im Alten Testament die Niederkunft Gottes auf die Erde: "Die Herrlichkeit des Herrn ließ sich auf den Sinai herab, und die Wolke bedeckte den Berg sechs Tage lang" (Ex 24,16). Und nicht nur Mose konnte sie sehen: "Da erschien die Herrlichkeit des Herrn am Offenbarungszelt allen Israeliten" (Num 14,10). Schon zu Jesu Zeiten war es nicht mehr selbstverständlich Gott zu erkennen, wie uns die Bitte des Philippus zeigt: "Zeig uns den Vater!" (Joh 14,8) Und Jesus antwortet: "Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt?" Jetzt aber, nach seiner Abschiedsrede, erkennen und verstehen ihn seine Jünger, weil er offen zu ihnen geredet hat (Joh 16,29f). Jetzt, in seiner letzten Stunde haben sie erkannt, dass alles, was er sagt und tut, von Gott ist, weil er Gott verherrlicht und Seinen Namen den Menschen geoffenbart hat (Joh 17, 4.6).
Der Name Gottes war und ist im Judentum tabu. Jesus aber scheut sich nicht ihn zu offenbaren, ihn so zu leben, dass er aus dem Verborgenen tritt. 1968 schrieb der junge Theologe Joseph Ratzinger: "Christus erscheint gleichsam selbst als der brennende Dornbusch, von dem aus der Name Gottes an die Menschen ergeht. (...) [Es] wird zugleich deutlich, dass er selbst der Name, das heißt: die Anrufbarkeit Gottes ist." Für uns heute bedeutet das: Wir müssen Gott nicht neu "erfinden", wir benötigen keine Ersatzgötter, well Gott nicht mehr zeitgemäß wäre. Nein, wir wissen, wo wir ihn finden können: "Denn die Worte, die du mir gegeben hast, gab ich ihnen und sie haben sie angenommen. Sie haben wirklich erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast" (Joh 17, 8).
Wenn wir uns nur trauen - nicht ganz in der Arbeit, den Sorgen oder auch dem Freizeitstress aufzugehen, die unsere schnelllebige Welt uns bieten! Wenn wir uns trauen einen Bibeltext - vielleicht das Evangelium vom je kommenden Sonntag - einige Male zu lesen, die Worte, die uns ja gegeben sind, wirken zu lassen, Jesus im Gebet zu fragen, was sie für uns bereit halten, vielleicht auch uns darüber austauschen im Bibelteilen, im privaten Gespräch, in einem Internetforum - dann können wir lernen zu glauben, das heißt ihm zu vertrauen. "Dein Name, Herr, ist unser Hort; du hast dein Wort an mir erfüllet; du hast auf mein Gebet gemerkt und mich gestärkt, mein Herz gestillet" (Gotteslob Nr. 264).
Michaela Gerberich
Religionslehrerin in Freiburg
Link: Jesu Rechenschaft vor dem Vater (Joh 17, 1-11) 
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Meditation zum Sonntagsevangelium
Meditation zum Sonntagsevangelium
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Meditation zum Sonntagsevangelium

"Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren."
(Joh 14,21)

Wie geht das zusammen, Gebote halten = Lieben? Wir denken doch, dass ein Liebender nicht nach einem Pflichtenkatalog lebt, und jemand, der Dienst macht nach Vorschrift, gerade nicht aus Liebe tut, was er soll. Wenn wir Gebote brauchen, liegt der Verdacht nahe, dass wir innerlich geschwächt, unsicher, ja ratlos sind. Wir suchen den Halt außerhalb von uns. Ein Vertrag oder feierliches Versprechen kann uns manchmal davor bewahren, aufzugeben.
Jesus in unserem Sonntagsevangelium steht vor der größten Herausforderung seines Lebens. Er jedoch betrachtet den vor ihm liegenden, schweren Weg nicht als Katastrophe, sondern erkennt in dieser Fügung immer noch die Hand dessen, den er seinen Vater nennt und dessen heiligen Auftrag.
Jesu Vaterbild war nicht ein Überbleibsel aus der Kindheit, sondern Vater nannte er den, aus dessen Liebe er Augenblick für Augenblick lebte. Darum hatte Jesus am Jakobsbrunnen den verwunderten Jüngern zur Antwort gegeben: "Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu Ende zu führen." Den Willen dieses Vaters las er nicht zuerst aus den Gesetzbüchern seines Glaubens, sondern schaute mit den Augen der Liebe auf die Begegnungen und Ereignisse, mit denen er konfrontiert wurde. Auf Gottes Plan, sich einzulassen, zusammenzuwirken mit dem Schöpferwillen und aus dessen Kraft zu handeln, war ihm heilig. Daran hielt er fest unter allen Umständen.
Seine Zeit auf Erden war nun zu Ende, nicht aber die seines Wirkens. Auf neue Weise würde er in seinem Jüngerkreis das eigene Tun vervielfachen und weiterführen. Auch sie sollten lernen, auf das Gebot der Stunde zu achten, den Schöpferwillen Gottes zu verwirklichen suchen "alle Tage, bis ans Ende der Welt".
Durch das Zeugnis der Hingabe seines Lebens wollte Christus den Glaubenden damals wie uns heute zu einem viel tieferen Gottvertrauen verhelfen. Gerade da, wo unsere Zweifel, Unzulänglichkeiten, Enttäuschungen über uns und andere, den Weg verstellen, wo die Botschaft der Liebe Gottes uns wie Hohn vorkommt, da holt uns der Auferstandene ab, birgt uns gleichsam in seinen Wunden. In jeder Eucharistiefeier ist dies enthalten: Versöhnung mit Gott, dem Unbegreiflichen und auch untereinander. Nicht mehr Knechte, sondern Freunde dürfen wir sein, Freunde deshalb, weil er uns in dieses Geheimnis mitnimmt, uns sagt, was auch er Vom Vater gehört hat. Nun dürfen wir uns auf seinen Beistand, die Kraft des Heiligen Geistes berufen - gegen alle innere Not - und mitwirken an dem, was das Gebot der Stunde uns abverlangt, so gut oder bescheiden dies dann auch ausfallen mag.
Christa Bing
Verwaltungsangestellte im Erzbischöflichen Ordinariat
Link: Trostworte an die Jünger (Joh 14,15-21)



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Erzbistum Freiburg/ Meditation zum Sonntagsevangelium
Meditation zum Sonntagsevangelium
Meditation zum Sonntagsevangelium
"Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
(Joh 14,6)
Als ich in der ersten Klasse war, da hieß das Fach Mathematik noch "Rechnen". Das war mein Lieblingsfach, und es hat mich jahrelang fasziniert. Da gab es keine halblogischen Regeln oder vage Interpretationen wie in Deutsch, es gab keine Vokabeln zu lernen. Der Weg zum Ergebnis konnte elegant oder kompliziert sein. Der Lohn für komplizierte Gedankengänge und langes Kombinieren war meist ein schlichtes, einfaches und eindeutiges Ergebnis, das für alle galt.
Wenn ich die Worte Jesu aus dem Johannesevangelium höre: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich", dann erinnere ich mich daran, wie mich als Schüler die Logik und Klarheit der Mathematik fasziniert hat. Denn dieser Bibelvers hat für mich auch solch eine faszinierende Klarheit und Eindeutigkeit.
Nun ist das Johannesevangelium ohnehin so konzentriert geschrieben, dass ich am liebsten nach jedem Satz einen Gedankenstrich setzten möchte. Bei diesem Satz aber kommt es mir so vor, als ob der Evangelist selbst hier seine ganze theologische Wahrheit in einer einzigen Formel auf den Punkt bringen wollte.
Sehr schnell wird mir jedoch der Unterschied zwischen einer mathematischen Wahrheit und dieser Glaubensüberzeugung deutlich. Die so einfachen, schönen Lösungen, die eleganten, absoluten Ergebnisse der Mathematik, die unabhängig von Kultur oder Zeit gelten müssen, diese mathematischen Wahrheiten sind auch völlig unabhängig von mir. Sie haben für mich keine Bedeutung, und ich nicht für sie. Eine Glaubensüberzeugung aber ist etwas ganz anderes als ein mathematischer Beweis. Eine Überzeugung hat Bedeutung und wird lebendig, wenn Menschen für sie leben oder notfalls sogar dafür sterben. Denn wer stirbt schon für eine (mathematische) Schlussfolgerung, für einen Beweis? Die Wahrheit, die so absolut und ohne Zorn und Eifer daherkommt, ist blutlos, ist letztlich leer.
Wenn ich jedoch meine Glaubensüberzeugung lebe, dann ist sie nicht mehr absolut, dann ist sie gebunden an Zeit und Raum. Wenn ich sie in mein Leben übersetze, also für mich interpretiere, dann wird sie lebendig, dann wird sie persönlich.
Wie ein Glaubenssatz plötzlich an einem Ort und zu einer bestimmten Zeit lebendig wird, das habe ich bei Straßenexerzitien erlebt. In einem Park war ich mit Alkoholikern zusammen. Einer fragte mich: "Und was machst du hier?" Ich sagte: "Ich suche Gott". Sofort antwortete er: "Den findest du hier nicht. Man sagt doch: 'Gott ist überall'; also hier ist er nicht." Er winkte ab, als ich nachfragte. Für ihn bedeutete "Gott ist überall", dass Gott nicht hier ist, weil Gott eben jetzt überall ist, aber gewiss nicht hier. Für mich bedeutet "Gott ist überall" seit damals, dass Gott genau da ist, wo diese Alkoholiker sind, die Ausgegrenzten, die Verachteten. Gott war für mich bei diesen Alkoholikern. Er ist genau da oder er ist nirgendwo. Das ist meine Überzeugung, und das hat Jesus vorgelebt, als er selbst gerade zu denen gegangen ist, die ausgegrenzt und verachtet waren.
Der faszinierend klare und eindeutige Bibelvers aus dem Johannesevangelium kann lebendig werden, wenn ich mich besinne und frage: Wohin führt mein Lebensweg?
Was ist für mich die Wahrheit?
Was führt mich zu mehr Leben?
Urban Heck
Klinikseelsorger am Zentrum für Psychatrie, Emmendingen
Link: Der Weg zum Vater (Joh 14,1-12) 
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Meditation zum Hochfest zur Auferstehung des Herrn!
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Meditation zum Hochfest der Auferstehung des Herrn

"Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr."
(Lk 24,30+31)

Ich bin auf der Fahrt zum GruppenleiterInnengrundkurs, habe gerade Exerzitien hinter mir. Auf der Fahrt ist mir ein wenig mulmig – wie soll ich nach 9 Tagen Schweigen und Gebet jetzt mit den Anforderungen, dem Lärm, den vielen Menschen auf dem Kurs umgehen? Ist der Kurs nicht ein totales Gegenprogramm zu dem, was ich in den letzten 9 Tagen erlebt habe?
Am Abend auf dem Kurs komme ich während des Essens mit einem Jugendlichen ins Gespräch. Er erzählt mir von der Situation in seiner Pfarrgemeinde, von seiner Jugendarbeit. Nach und nach wird das Gespräch immer persönlicher… er erzählt von seinen Fragen, seinem Nachdenken über Gott, seinem Glauben… und fragt mich, wie ich zum Glauben stehe. Die anderen stehen nach und nach vom Tisch auf, wir bleiben noch lange sitzen und sprechen weiter. Diese Begegnung bewegt mich sehr. Woher auf einmal der Mut, so persönliche Fragen zu stellen? Woher auf einmal das Vertrauen, dass wir einander so offen von unseren Glauben erzählen? Für mich ist diese Begegnung ein heiliger Moment, ein Geschenk. Plötzlich ist mein mulmiges Gefühl angesichts des Kurs-Stresses wie weggeblasen - und ich merke, dass meine Exerzitien weitergehen, nicht mehr in der Stille der Zurückgezogenheit, sondern ganz konkret, bodenständig, realistisch.
Abends in der Teamsitzung erzähle ich den anderen Teamern von dieser Begegnung. Und spontan schlage ich vor, dass wir ein Lied aus dem Oratorium "Emmaus" von Thomas Gabriel anhören. In diesem Lied heißt es: "Und als sie (die Jünger) dann aßen, dankend und teilend, nehmend, gebend, alltäglich Brot... erkannten sie IHN, halleluja!"
Im Nachhinein erst wird mir klar, wie passend dieses Lied war. Vielleicht geschieht Emmaus genau da – in alltäglichen Begegnungen, beim Essen, beim Arbeiten… da, wo wir Alltags-Zeit miteinander verbringen, einander unsere Erfahrungen, Gedanken, unseren Glauben und unsere Zweifel mit-teilen. Und wenn wir in solchen Begegnungen auf einmal das Gefühl haben, dass ein besonderes Vertrauen und Verstehen zwischen uns entsteht… dann ist das vielleicht genau der heilige Moment, in dem wir spüren, dass der in unserer Mitte ist, den auch die Emmaus-Jünger als den Lebenden erkannt haben.
Ich wünsche mir und uns, dass wir gerade jetzt in der Osterzeit immer wieder ein kleines Emmaus erleben können – dass wir in einfachen alltäglichen Begegnungen das erfahren, was Thomas Gabriel schreibt: "Wenn wir wie sie essen, dankend und teilend, nehmend, gebend, alltäglich Brot... erkennen wir IHN, halleluja!"
Sabine Rhein
Dekanatsjugendreferentin Lauda
Link: Die Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus (Lk 24,13-35)



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Meditation zum Hochfest zur Auferstehung des Herrn
Meditation zum Sonntagsevangelium
Meditation zum Hochfest der Auferstehung des Herrn

"Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier. Denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag. Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden"
(Mt 28,5-7)

Nach dem Grab wollten sie sehen, in dem ihre ganze Hoffnung lag und mit einer Botschaft wurden sie konfrontiert, die jegliche Vorstellung von Hoffnung sprengte und überbot. So erging es den Frauen, die zum Grab gekommen waren und von dem Engel erfuhren: "Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier. Denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag. Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden".
Am Nullpunkt menschlicher Existenz, dort wo wir mit unseren Fähigkeiten buchstäblich am Ende sind, nämlich im Tod, da beginnt Gott. Die Todesfalle wurde aufgebrochen – durch Jesus Christus. Denn ihn hat Gott zum Leben auferweckt. Hier ist der Wendepunkt. Hier entsteht eine neue Wirklichkeit, die nicht mehr im Zeichen des Todes, sondern im Zeichen des Lebens steht. Gott hat Jesus zum Anführer eines neuen Lebens gemacht. Er hat ihn zum Garanten dafür gemacht, dass der Tod für uns nicht mehr das letzte Wort ist. Er hat ihn von den Toten auferweckt, damit es anders, damit es neu anfängt zwischen uns allen.
Hier stehen wir vor der großen Herausforderung unseres Glaubens. Wenn wir Gott nämlich wirklich Gott sein lassen, müssen wir ihm mehr zutrauen als dem Tod. Dann können wir ihn auch nicht eingrenzen in das für uns Denkbare und Machbare. Nichts kann ihn daran hindern, seine Treue zum Leben stärker sein zu lassen als den Tod. Im Zeichen des Lebens ist der Lauf der alten Schöpfung überholt, eine neue Schöpfung beginnt.
Jesus ist der Anführer des neuen Lebens. Er kennt den Tod – weiß Gott! Er hat ihn nicht überspielt, sondern erlitten und überwunden. Er ist nicht am Tod vorbeigegangen, sondern durch ihn hindurch. Das hat Spuren hinterlassen. Die können wir ihm ansehen. Der Auferstandene trägt die Wunden. Daran erkennen ihn die Jünger. Durch den Tod hindurch hat er das Leben neu erschlossen, das "Ewige Leben".
Diesem Anführer des Lebens dürfen wir folgen. Wir sind nicht mehr Verbündete des Todes. Wir dürfen Verbündete des Auferstandenen sein. Das hat freilich Konsequenzen. Der Auferstandene selbst macht diese Konsequenzen deutlich, wenn er den Frauen im Evangelium heute sagt: "Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen, und dort werden sie mich sehen".
Jesus will, dass wir "gehen und es weitersagen". Er will, dass wir von ihm, dem Lebendigen, Zeugnis geben. Konkret heißt das, dass wir angesichts des Todes dazu stehen, dass wir eine Hoffnung haben, die über den Tod hinaus reicht.
Unvergesslich ist für mich das letzte Wort, das in dem Film "Sophie Scholl – Die letzten Tage", der gegenwärtig in den Kinos läuft, Mutter Scholl zu ihrer Tochter Sophie sagt. Nachdem sie sich unmittelbar vor der Hinrichtung Sophies von ihr verabschiedet hatte, sagte sie ihr als letztes Wort: "Denk an Jesus, der unsere Hoffnung ist und bleibt". Darauf erwiderte ihr Sophie: "Denk auch du daran, Mutter!".
Ja, der gekreuzigte und auferstandene Herr ist und bleibt unsere Hoffnung, auch wenn menschlich gesehen nichts mehr zu hoffen ist. Dies gilt es einander zu sagen und zu bezeugen: durch unser Wort, aber noch mehr durch unser Verhalten im Leben.
Domkapitular Dr. Klaus Stadel
Liturgie- und Ökumene-Referent der Erzdiözese Freiburg
Link: Die Botschaft des Engels am leeren Grab und die Erscheinung Jesu vor den Frauen (Mt 28-1-10)



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Hinweis:
Die nächste Meditation finden Sie ab 6. April an dieser Stelle

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Palmsonntag
Meditation zum Sonntagsevangelium
" "Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!" (Mt 21,1-11)
Mit den Wölfen zu heulen ist nicht schwer. Zu applaudieren, wenn alle anderen auch Beifall rufen, ist leicht. Nichts anderes ist am Palmsonntag passiert - damals vor 2000 Jahren, als die Menschen dem neuen Messias zujubelten. Im Verein mit anderen "Hosanna" zu singen, das ist aber nichts besonderes. Wenige Tage später war das schon ganz anders. Wer am Karfreitag noch zu diesem Jesus hielt, der lief nicht nur Gefahr ausgelacht zu werden. Da überlegt man dann schon zweimal, ob man sagt, was man denkt. Wie viel aber passiert auf dieser Welt, weil Menschen den Mund halten und sich nicht trauen, etwas dagegen zu sagen? So überlässt man einigen wenigen das Feld. Wer die größte Klappe hat, der lenkt dann die Massen. Dies ist in der Politik nicht anders als in der Kirche. Dabei müsste oft einfach nur irgend jemand den Anfang machen und den Mut haben, dagegen Stellung zu nehmen! Das ist nicht leicht, aber genau das zeichnet eine lebendige Gesellschaft aus. Nur tote Fische "
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