Elisabeth
http://20six.de/elisabeth
powered by 20six.de
|
|
Papst Johannes Paul II./ JPII. "Lolek"
Das CDU-Kathole-Thierse-Interview in der Super-ILLU
Hab gerade das Thierse-Interview mit der Super-ILLU gefunden!
Der Osten in starker Trauer um JPII.
Erfreulich zu venehmen.
Kann man nur hoffen dass im Osten die TV-Sender viel päpstliches bringen!
Gruß,
Elisabeth
SUPERillu ONLINE - Report
Wolfgang Thierse |
 |
Was mir der Papst bedeutet hat |
 |
Bundestagspräsident Wolfgang Thierse war schon zur DDR-Zeit bekennender Christ, gehört dem Zentralkomitee der Katholiken Deutschlands (ZdK) an. In SUPERillu sagt der 61-jährige SPD-Politiker, warum Johannes Paul II. gerade auch in Ostdeutschland so beliebt war und was er vom neuen Papst erwartet. |
 |
| |
Was hat Papst Johannes Paul II. Ihnen persönlich bedeutet? Ich habe eine sehr freundliche und intensive Erinnerung an eine Begegnung mit ihm bei einer Privataudienz 1996 in Rom. Es ist die Erinnerung an einen aufmerksamen Zuhörer, einen Menschen mit enormer persönlicher Ausstrahlung, der einen im Gespräch gefangen nimmt. Und das, obwohl er kein Aufhebens von seiner Person macht. Er war damals gerade von einem Besuch in der Slowakei zurückgekehrt und sichtlich erschöpft. Fast entschuldigend sagte er zu mir über seine Reisetätigkeit: „Es können nicht so viele Menschen zu mir kommen, deshalb muss ich zu ihnen gehen.“
Als katholischer Christ werden Sie wohl nicht mit allem einverstanden gewesen sein, was dieser Papst gesagt und getan hat... Man muss wissen, dass das Amt des Papstes auch die Aufgabe beinhaltet, die Einheit der Weltkirche zu wahren. Nur vor diesem Hintergrund wird verständlich, was in Deutschland und Europa als konservativ verschrien ist. Themen wie Zölibat, Sexualmoral und die Rolle der Frau in der Kirche, die bei uns für Aufregung sorgen, werden in anderen Teilen der Welt keineswegs so kontrovers gesehen. Also müssen wir Europäer innerhalb der Weltkirche lernen, für die eigenen Standpunkte beherzt einzutreten, wohl wissend, dass andere Kontinente und Kulturkreise andere Standpunkte und andere Sorgen haben.
|
 © Toelle | In Ostdeutschland leben weniger als fünf Prozent Katholiken. Dennoch hat man den Eindruck, dass die Anteilnahme am Tod des Papstes hier sehr groß ist. Warum? Das hat verschiedene Gründe. Viele erinnern sich an seinen außerordentlichen Beitrag zur Überwindung des Kommunismus. Ich zitiere den früheren polnischen kommunistischen Ministerpräsidenten Rakowski, der einmal gesagt hat: „Dieser Papst hat die Polen wieder den aufrechten Gang gelehrt.“ Fest steht: Ohne die ideelle und moralische Ermutigung durch Johannes Paul II. wäre die freie Gewerkschaft Solidarnosc nicht zum Motor der Freiheit in Polen und damit auch des gesamten Ostblocks geworden. Somit hat dieser Papst auch wesentlich dazu beigetragen, die deutsche Wiedervereinigung möglich zu machen. Ein weiterer Grund: Die meisten Menschen, auch wenn sie keine Christen sind, haben es geschätzt, mit welcher geradezu störrischer Leidenschaft sich dieser Papst für den Frieden engagiert hat. Angesichts des Irak-Krieges und gegen die USA gewandt, hat er den unnachahmlich zutreffenden Satz gesagt: „Krieg ist immer eine Niederlage der Menschheit.“ Drittens: Dieser Papst war einer der letzten großen Kapitalismuskritiker, der die restlose Ökonomisierung des menschlichen Lebens aus tiefster Überzeugung gegeißelt hat. Auch damit hat er den Nerv vieler Ostdeutscher getroffen.
Gerade auch junge Leute waren von ihm regelrecht begeistert… Offensichtlich ging von diesem Papst eine ansteckende Wirkung aus. Man spürte: Dieser Mann ist authentisch und steht zu seinen Überzeugungen, auch wenn man sie selber möglicherweise nicht restlos teilt. Diese Überzeugungstreue entspricht sicherlich dem Bedürfnis gerade junger Menschen, die die Nase voll haben von der allseits grassierenden Beliebigkeit.
Was erwarten Sie vom neuen Papst? Johannes Paul II. war ein großer Papst des Dialogs mit den Weltreligionen. Das muss unbedingt fortgesetzt werden. Aber ich erhoffe mir von seinem Nachfolger, dass er auch ein Papst des innerkirchlichen Dialogs wird. So sehr er für die Einheit der Weltkirche sorgen muss, so offen sollte er auch sein für das Gespräch innerhalb der Kirche, für die Vielfalt des Katholizismus. Sehr wünschen würde ich mir auch, dass der neue Papst Schritte nach vorne macht bei zwei Themen, die für die Zukunft der katholischen Kirche von entscheidender Bedeutung sind: eine Stärkung der Rolle der Frauen und der Stellung der Laien in der katholischen Kirche. Das heißt nicht, dass die katholische Kirche dem Zeitgeist hinterlaufen sollte. Aber hilfreich wäre es zum Beispiel auch, wenn Rom den nationalen Bischofskonferenzen mehr Verantwortung überlassen würde. Denn diese wissen sehr genau um die pastoralen und sozialen Notwendigkeiten ihres jeweiligen Landes.
Könnte der Nachfolger der erste nicht-europäische Papst werden? Ich würde mich darüber freuen. Die meisten Katholiken leben inzwischen in Südamerika - warum also nicht ein südamerikanischer Papst?! Oder mal ein Afrikaner! Die Zeit wäre dafür jedenfalls reif.
Noch ein Wort zum Katholizismus in den neuen Ländern: Sehen Sie eine Chance, dass er aus seiner engen Nische herauskommt, mehr Breitenwirkung entfalten kann? Kurzfristig kaum. Christen sind in Ostdeutschland eine Minderheit, katholische Christen sogar eine besonders kleine. Denn das SED-Regime war nirgendwo so erfolgreich wie auf dem Feld der Entkirchlichung. Dabei sind die meisten Ostdeutschen gar nicht von einem radikalen Atheismus, sondern nur von großer Fremdheit gegenüber dem Christentum geprägt. Vor diesem Hintergrund ist für mich klar: Christlicher Glaube kann in Ostdeutschland nur in ökumenischer Gemeinsamkeit gelebt werden, nicht in konfessioneller Vereinzelung. Weiterhin gilt: Die ostdeutschen Christen sollten alles Selbstbewusstsein versammeln, um die Botschaft, von der sie überzeugt sind, selbstverständlich und fröhlich nach draußen zu tragen. Statt sich in der eigenen Nische abzuschotten, sollten sie anderen Menschen das Angebot machen, dem Leben Sinn und Richtung zu geben, um sich nicht auf die Rolle als Arbeitskraft und Konsument reduzieren zu lassen. Auch hier können wir uns den verstorbenen Johannes Paul II. zum Vorbild nehmen, der sein Pontifikat vor 26 Jahren mit der Botschaft begonnen hat: „Habt keine Angst, öffnet euch!“
|
 |
|
SUPERtipp: Wolfgang Thierse exklusiv Der Bundestagspräsident zu Besuch bei SUPERillu. Die Redaktion befragte Wolfgang Thierse stellvertretend für unsere Leser zu Themen wie 15 Jahre deutsche Einheit und Hartz IV. Das ausführliche Interview lesen Sie in SUPERillu 17/2005, ab 20. April im Handel. | |
|
|
|
|
Meinung eines anderen Webloggers
Wortmeldung aus einem anderem Weblog (myblog.de) zum Thema JPII.
Gruß,
Elisabeth
Fakten und Fiktionen - Weblog @ myblog.de
Ein "Titan" und der deutsche "Unterleib"! Nach der Beerdigung des Papstes erscheinen jetzt überall Nachrufe, auch viele gute, daneben die oft langweilige Kritik aus Deutschland mit den immer gleichen politisch-korrekten Wünschen für den neuen. Die WAMS von heute schreibt dazu: Der Papst ist tot. Niemals seit Bestehen der Menschheit ist ein einzelner Mensch so vielen Menschen begegnet. Niemals hat der Tod eines Menschen so viele persönlich berührt. Am Freitag erlebten wir die größte Beerdigung aller Zeiten. Die Welt trauert. Nur Deutschland präsentiert ein absurdes Spektakel. Auf allen Kanälen verkünden immer dieselben verbitterten alten Männer im Habitus der Unfehlbarkeit immer dieselben längst widerlegten Thesen. In der ARD randaliert Oswald Kolle, im ZDF stößt Eugen Drewermann mit milder Stimme seine wohlbekannten Haßtiraden aus...
Was ist mit den Deutschen los? Gewiß, jedermann darf den Papst kritisieren, auch jeder Katholik. Woher aber die Häme, woher vor allem die Wirklichkeitsresistenz dieses schrillen Papstklischees...
Und genau in diese Lücke haben wir Deutsche den "Heiligen Vater" gezerrt, nicht wie er wirklich ist, sondern wie ein protestabler Vater zu sein hat. Verbietend halt, vor allem alles, was Spaß macht, und da natürlich vor allem Sex. In keinem anderen Land der Welt wird im Zusammenhang mit dem Papst auf so niedrigem intellektuellen Niveau immer wieder über Pille, Kondom, vorehelichen, nebenehelichen, nachehelichen Geschlechtsverkehr dahergeredet, und sogar die Themen Frauen und Zölibat werden im Wesentlichen als Unterleibsthemen abgehandelt.
Als der alte kranke Papst in Yad Vashem mit brechender Stimme das Entsetzliche des Holocaust beklagte, hielt die Welt den Atem an. Selbst in Israel verstummte jede Kritik. Nur aus Deutschland schallte es herüber, der Papst hätte sich klarer und eindeutiger für den Holocaust entschuldigen müssen. Man stelle sich vor: Der polnische Papst, selbst Opfer deutscher Okkupation, wird von Deutschen aufgefordert, sich für deutsches Unrecht heftiger zu entschuldigen... (Quelle: WAMS) Zu diesen alten Männern zählt auch Bundestagspräsident Thierse, der wie alle anderen einen dialogfreundlichen Papst..., und die Frauen natürlich und... ja, er hat sich dazu das richtige Organ ausgesucht, nämlich SUPER ILLU! (Quelle: NETZEITUNG) Gute Artikel zum Thema gibt es aber auch: - SÜDDEUTSCHE Zeitung - Bundeskanzler Helmut Schmidt in der ZEIT - Ein Koloss der Geschichte - Der Löwe auf dem Heiligen Stuhl Wer noch nicht genug hat, findet hier beim RHEINISCHEN MERKUR eine Menge Artikel! Wer Einblick in kleinliche grüne Krittlerseelen nehmen will, lese die 82 Zeilen des Schwund-Organs TAZ! Das Wort "Titan" stammt übrigens aus dem englischen ECONOMIST, einer Zeitschrift, die Religionen nicht unbedingt positiv gegenüber steht: WE SHALL not see his like again. In the case of Pope John Paul II, that is not merely a platitude; it is a hard statement of fact. As the world bids farewell to a titan of the 20th century, people already sense that, in the coming decades, things will be different...
|
|
|
|
|
JPII. um 14.45h beigesetzt, Petersdom bis morgen früh um 7.00h geschlossen!Die Gotten unter der Basi
JPII.ist beerdigt! Petersdom bis morgen früh um 7h geschlossen.
Ab Montag soll der Zugang zum Grab Johannes Paul II. möglich sein!
Gruß,
Elisabeth
RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE
14 Uhr 45: Papst Johannes Paul II. ist beigesetzt Johannes Paul II. ist in der Krypta unter der Petersbasilika beigesetzt worden. Die Zeremonie fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und war um 14 Uhr 20 zu Ende. Johannes Paul hatte sich ein Erdgrab gewünscht. Entsprechend liegt er in drei Särgen, die in die Erde eingelassen wurden: der schlichte Sarg aus Zypressenholz, dann eine Zinkwanne, die vor Verwesung schützen soll und außen ein Sarg aus Nussholz. Das Grab wurde mit einer Steinplatte verschlossen und befindet sich an der Stelle, in der bis zu seiner Seligsprechung Johannes XXIII. lag. In den Eröffnungsriten der Beisetzungsfeierlichkeiten am Morgen war das Gesicht Johannes Pauls mit einem weißen Seidentuch bedeckt worden. Neben den amtlichen Dokumenten und eine Kurzbiographie auf Latein wurden dem Leichnam einige Münzen, die während des Pontifikats geprägt wurden, beigelegt. (rv/efe 08.04.05 bp)
Petersdom bis morgen um 7 Uhr geschlossen


Nach der Beisetzung von Johannes Paul II. bleibt der Petersdom bis morgen früh um 7 Uhr geschlossen. Die Grotten unter der Basilika werden erst am Montag wieder geöffnet. Das konnte man aus dem Vatikan erfahren. (rv 08.04.05 hr)
|
|
|
Don Stanislaw packt die Koffer!
Laut Kirchenrecht muß der Skretär des verstorbenen Papstes bereits morgen den Vatican verlassen.
Gruß,
Elisabeth
Des Papstes treuer Diener packt die Koffer - stern.de : Politik&Panorama : Panorama
Beginn des Artikels
"Don Stanislaw"
Des Papstes treuer Diener packt die Koffer
© Patrick Hertzog/AFP
40 Jahre lang an der Seite des Papstes: Privatsekretär Erzbischof Stanislaw Dziwisz (2003) Als Ali Agca 1981 auf den Papst schoss, sank dieser in Stanislaw Dziwiszs Arme. Mehr als 40 Jahre lang stand der Erzbischof dem Pontifex in allen persönlichen Dingen zur Seite. Jetzt muss er auch einem Nachfolger Platz machen.Stanislaw Dziwisz erweist dem Papst am Freitag einen letzten Dienst: Der langjährige Privatsekretär von Johannes Paul II. legt zu Beginn der Exequien ein Seidentuch über das Gesicht des Toten und spricht ein Gebet, ehe der Sarg geschlossen wird. Danach muss des Papstes treuer Diener die Gemächer im Vatikan verlassen - so bestimmt es die 1996 verabschiedete Konstitution "Universi Dominici Gregis". 40 Jahre lang an der Seite des PapstesMehr als 40 Jahre lang stand Erzbischof Dziwisz dem Papst in allen persönlichen Dingen zur Seite. Jetzt müssen die päpstlichen Zimmer im Vatikan von allen persönlichen Dingen des Verstorbenen geräumt und versiegelt werden, damit dann der ab 18. April zu wählende Nachfolger einziehen kann. Dziwisz sei schon dabei, seine Koffer zu packen sowie seine Bücher und persönliche Habe zu sichten, sagt dessen langjähriger Freund, Bischof Szczepan Wesoly. Weil der Name des Erzbischofs (auszusprechen wie "Dschiwisch") für Italiener nicht ganz einfach ist, wurde er im Vatikan immer nur "Don Stanislaw" genannt. "Er ist sehr, sehr traurig und fühlt sich etwas verloren", sagt Wesoly. Als Beigeordneter Präfekt des Päpstlichen Hauses hat Dziwisz ein zweites Amt. Er muss aber den Vatikan verlassen und eine Wohnung am Rand der Stadt beziehen. Es gehört zur Tradition der Kirche, dass die päpstlichen Sekretäre nach dem Tod ihres Chefs in den Hintergrund treten. Schon lange aber wird vermutet, dass Johannes Paul Dziwisz zum neuen Erzbischof von Krakau erheben wollte, sobald dieses Amt frei wird. Eine Entscheidung darüber liegt nun beim Nachfolger von Johannes Paul, der bis 1978 selbst die Erzdiözese Krakau geleitet hat. Als Belohnung für seine Dienste weihte Johannes Paul seinen Sekretär erst zum Bischof und erhob ihn 1998 auch zum Erzbischof. Polnische Nonnen müssen Papst-Gemächer verlassenZusammen mit Dziwisz müssen auch die fünf polnischen Nonnen die päpstlichen Gemächer verlassen, die seit 1978 Johannes Paul begleitet haben und zusammen mit dem persönlichen Sekretär gewissermaßen dessen Familie gebildet haben. Die Nonnen halfen dem Papst bei der Privatkorrespondenz, kochten sein Lieblingsessen und sorgten für ihn, wenn er krank war. Die dienstälteste der fünf Nonnen, Schwester Tobiana, ist ausgebildete Krankenschwester und begleitete den Papst auch auf seinen Reisen. "Wir werden nach Polen zurückkehren, aber wir werden ihn in unseren Herzen mitnehmen", sagte eine der Nonnen der Florentiner Zeitung "La Nazione". Dziwisz war Johannes Pauls engster Vertrauter, an ihm vorbei gab es keinen Zugang zum Papst. Der in der Nähe von Krakau geborene Geistliche übernahm schon als junger Priester die Aufgabe eines Sekretärs für Karol Wojtyla. Erzbischof und Sekretär unternahmen damals auch gemeinsame Wanderungen und Skitouren in der Tatra. Auch später umging Dziwisz immer wieder einmal das strenge Protokoll und ermöglichte dem Papst Ausflüge in die Umgebung von Rom. Als der Attentäter Ali Agca 1981 auf den Papst schoss, sank dieser verletzt in Dziwiszs Arme. Der Sekretär begleitete Johannes Paul in die Gemelli-Klinik und stand am vergangenen Samstag auch an seinem Sterbebett.
Daniela Petroff/AP
Artikel vom 08. April 2005
Weitere Themen:
|
|
|
[eine Seite weiter]
|